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(MY05-09 4.6l V8) Welche Öle?
#11

Die Unterschiede in der 5er, oder 10er Viskosität sind sicherlich auch je nach Hersteller so gering, dass man nun wirklich nicht mit Sicherheit sagen kann ob es hier überhaupt zu einem real messbaren veränderten Verhalten kommen würde. Das durchölen bei einem Kaltstart hat auch was mit dem verwendeten Ölfilter zu tun, dem Verschleiß der Lager, dem Zustand der Ölpumpe, dem Hersteller des Öl und vor allem auch von dessen zusätzlichen Inhaltsstoffen (Additive). Kaufst du zum Beispiel den falschen Ölfilter und hat der dann möglicherweise keine Rücklaufsperre, dann läuft dir das Öl bei abgestelltem heißem Motor immer wieder zurück in die Ölwanne, so was ist noch viel schlimmer wie ein Kaltstart! Man kann also viel mehr falsch machen als man denkt und das Thema endet nicht beim Motoröl.

Ein gealtertes Öl das bereits Schwebstoffen enthält, also dunkel geworden ist, dass verändert seine Viskosität maßgeblich, es wird nämlich dickflüssiger. Somit müsste man schon Panik bei jedem Öl bekommen, dass beispielsweise 5.000 km gelaufen ist.

Wenn hier schon ein Gedanke an den Kaltverschleiß geäußert wird, dann verweise ich gerne auf die Verwendung diverser zusätzlicher Additive, die man mit in das Öl geben kann. Verschleißschutzadditive gibt es mehr wie genug, Slick50 zum Beispiel, oder man nutzt ein Produkt auf MO² Basis, oder eine Teflon / Keramik Versiegelung. So behandelte Motoren laufen sogar eine gewisse Zeit ohne Öl, ohne das gleich was kaputt geht.

Sehr starke Verschleißerscheinungen wird es mit Sicherheit keine geben, auch nicht nach wer weiß wie vielen Jahren. So lange die Ölpumpe nach dem Kaltstart Öldruck aufbaut ist alles im grünen Bereich, vor allem sollst du ja auch nicht schon nach einer Sekunde einen Gang einlegen und voll aus Gas treten. Was für einen Verschleiß würdest du wenn denn dann überhaupt erwarten, die Lager sind doch noch mit Öl benetzt, da dreht sich also nichts im trockenem Zustand. Ob normaler Kaltstart, oder eine Start-Stop Automatik, die den Motor bei allen nur erdenklichen Situationen abschaltet, ich glaube nicht, dass man hier von sehr starken Verschleißerscheinungen reden sollte.

Dein modularer 4,6 Liter Motor wird eine halbe Ewigkeit halten, wenn du ihn vernünftig behandelst und ihn in regelmäßigen Abständen mit frischem Öl versorgst. Verwende ein ordentliches Öl, dass vor allem im heißen Zustand noch dick genug bleibt, um einen gescheiten Öldruck aufrecht zu erhalten. Ist das Öl dünn wie Wasser, dann hast du ein viel größeres Problem, denn das dünnflüssige Öl flutscht nur so durch die Lager und die Lagerstellen, die sich möglicherweise am jeweiligen Endpunkt einer Ölzuführung befinden, da ist der Öldruck dann schon deutlich geringer. So was könnte man nur mit einer Ölpumpe mit einer deutlich höheren Durchflussrate kompensieren, was aber zum Beispiel bei Leerlaufdrehzahl kaum gescheit funktioniert.

Öl, Panik, Öl, Verschleiß, dass passt nicht zusammen, vor allem weil die modularen Motoren ja keine hoch gezüchteten Mimosen sind. Eigentlich sind das Arbeitstiere, die man irgendwann auch in einen Mustang eingebaut hat. Wobei hier das Zusammenspiel aus Drehmoment und Leistung genau überhaupt nicht zu einem Mustang passt, denn die modularen Motoren sind auf Drehmoment bei geringer Drehzahl ausgelegt und nicht auf Leistung bei hoher Drehzahl. Ein 5,2 Liter Voodoo Motor sieht da schon ganz anders aus, hier hat man eine Drehorgel die ständig auf hohe Drehzahlen aus ist, mit so einem Motor kann man jedoch den Wagen kaum im Stadtverkehr bewegen und falls doch geht das vor allem auf die Kupplung, weil gerade der Voodoo Motor doch eine gewisse Anfahrschwäche hat.

Gruß aus Herne

Jörg
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